Zur Chronik der Volkshochschule Marburg

1850: Unter dem Motto "Bildung macht frei, Einigkeit macht stark" gründen Vertreter der Handwerkerschaft und Universitätsprofessoren den "Verein für Fortbildung und Belehrung der Jünglinge aus dem Stande der Gewerbetreibenden" in Marburg.  

1906: Von 21.860 Bürgerinnen und Bürgern Marburgs gehören bereits 300 (1,4 % der Bevölkerung) als Mitglied dem Fortbildungsverein an, der Vorträge, Kurse und Geselligkeit bietet. Daneben gibt es ab 1900 zahlreiche Fortbildungsaktivitäten der unselbständigen Handwerker sowie des Marburger Gewerkschaftskartells.  

1912: Der Fortbildungsverein bezieht im ehemaligen Hochzeitshaus in der Nikolaistraße eigene Räume und richtet hier eine Vereinsbibliothek mit 3.000 Bänden ein, die später den Grundstock für die Stadtbücherei bilden.  

4. Februar 1920: Gründung der Volkshochschule Marburg unter der Federführung von Oberbürgermeister Troje und unter Mitwirkung der Universität sowie der Handwerkerschaft    

11. Mai 1920: Eröffnung des Lehrbetriebs mit dem Vortrag von Studienrat Dr. Klee über „Goethes Weltanschauung in seinen Werken“ im Hörsaal 25 des Landgrafenhauses.    

1929: Mit 1.572 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreicht die VHS während der Weimarer Republik statistisch den Höhepunkt ihrer Arbeit.    

5. September 1933: Eingliederung der Volkshochschule Marburg in das neu geschaffene nationalsozialistische Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin („Gleichschaltung“).    

2. Mai 1946: Wiedereröffnung der Marburger Volkshochschule mit Genehmigung der amerikanischen Militärregierung.    

1951-1958: Trägerschaft der Volkshochschule durch einen gemeinnützigen Verein.    

1. April 1958: Übernahme der Trägerschaft durch Stadt Marburg. Die Volkshochschule der Stadt Marburg wird ein Amt der Stadtverwaltung, das dem Magistrat untersteht. Zur Förderung und inhaltlichen Kontrolle der VHS-Arbeit wird ein VHS-Beirat gebildet. Die Stadt übernimmt damit die Trägerschaft und die öffentliche Verantwortung für die Volkshochschule.    

15. Mai 1970: Verabschiedung des Hessischen Volkshochschulgesetzes (VHG), das die Kreise und kreisfreien Städte zur Einrichtung und Unterhaltung einer VHS verpflichtet und gleichzeitig Finanzierungssicherheit durch garantierte Landeszuschüsse bietet.    

1974/1975: Ungeklärter Trägerstatus für die Volkshochschule nach der Gebietsreform und dem Verlust der Kreisfreiheit im Jahre 1974 für knapp 2 Jahre.    

1. Januar 1976: Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt Marburg nach der Novellierung des Hessischen Volkshochschul-Gesetzes am 15. Dezember 1975. Seit der erneuten Novellierung des VHG ist die Stadt ab 21. Mai 1981 dazu verpflichtet.    

20. Oktober 1986: Umzug in das zentrale städtische Gebäude, Deutschhausstraße 38.    

1988: Nach stetigem Ausbau und ständiger Leistungssteigerung Erreichung von 24.000 Kurs-Unterrichtsstunden.    

1994: Mit 9.000 Kursbelegungen sowie 4.400 Besuchern von Einzelveranstaltun­gen ist die VHS mit insgesamt 149.000 Veranstaltungsbesucherinnen und -besuchern im Jahr 1994 die größte öffentliche Einrichtung im kulturellen Bereich Marburgs.    

2. Dezember 1995: 75jähriges Jubiläum der Volkshochschule als kommunales Weiterbildungszentrum in der Marburger Stadthalle - Erwin-Piscator-Haus.    

11. Juli 2003: Feierliche Verabschiedung von Hilmar Hellwig, der 35 Jahre die Volkshochschule leitete, im Historischen Rathaussaal.    

2003 Leitungsteam: Kristine Umland und Klaus P.Stock

September 2004: Das erste vhs-Programm mit neuem Layout.    

26. April 2005: Zertifizierung der Marburger Volkshochschule: Sie hat den Qualitätsentwicklungsprozess nach LQW erfolgreich bestanden.    

24. April 2009: Re-Testierung der Marburger Volkshochschule nach LQW.    

2009 Leiterin: Kirsten Fritz-Schäfer M.A.

18. September 2010: 90-Jahrfeier mit einer MenschenBildungsKette von der Volkshochschule bis zum Rathaus und anschließende Feierstunde im Historischen Rathaussaal.    

24. April 2013: Erneute Re-Testierung der Marburger Volkshochschule nach LQW.

 März 2016: Neueröffnung: vhs-Servicebüro Deutsch in der Universitätsstraße 4

Oktober 2017: Leiterin Cordula Schlichte

Mai 2018: Freies WLan im vhs Gebäude Deutschhausstraße  38

Oktober 2018: Relaunch der Internetauftritts der vhs