Vorwort der Dezernentin

Liebe Leserinnen und Leser,

„Zusammenleben – Zusammenhalten“ heißt das Motto, das der Deutsche Volkshochschulverband (DVV) vorschlug, um auf 100 Jahre Erwachsenenbildung in den Volkshochschulen hinzuweisen. Die Marburger vhs ist zwar erst 99 Jahre alt, feiert aber in der „Langen Nacht der Volkshochschulen“ am 20. September 2019 mit. Alle Interessierten, alle Neugierigen, alle, die die Volkshochschule noch nicht so richtig kennen, sind eingeladen, zwischen 18 und 23 Uhr bei einer kleinen Verköstigung das Lernen in der städtischen vhs kennenzulernen: Vorträge, Mitmachaktionen, Workshops, Schnupperkurse, Ausstellungen und Gespräche zeigen die Bandbreite der Angebote von Politik bis EDV, von Kunst bis zur Entspannung, nicht zuletzt auch Ernährung und immer wieder Sprachen, Fremdsprachen und Deutsch als Fremdsprache. Es lohnt sich zu kommen, auch wenn man glaubt, vieles schon zu kennen.
Das Motto „Zusammenleben – Zusammenhalten“ ist durchaus gesellschaftspolitisch gemeint. In Marburg leben Menschen in einer großen Vielfalt gut zusammen und sie halten zusammen, wenn es darum geht, dies zu dokumentieren, zum Beispiel bei Kundgebungen, aber auch im tagtäglichen Leben und nicht zuletzt auch beim gemeinsamen Lernen in der Volkshochschule.
Was bietet das Programm auch in dieser Hinsicht? Es ist wie immer ein sehr breites Programm und manches ist doch neu.


Im Programmbereich Gesellschaft beginnt unter anderem ein neuer Grundkurs Welt-Geschichte. Ein weiterer Geschichtskurs setzt sich mit dem Kapitalismus auseinander: wie eine Form des Wirtschaftens die Welt seit dem 15./16. Jahrhundert bis heue völlig veränderte.
„Making van Gogh“ heißt die Ausstellung im Frankfurter Städel im Herbst, zu der eine Exkursion mit anschließender Führung angeboten wird. Ganz neu ist ein Bildungsurlaub, der aus kulturgeschichtlicher Perspektive die Frage stellt „Wie und in welcher Gesellschaft wollen wir morgen leben?
Im Bereich Gesundheit finden Sie in diesem Semester erstmals einen Bildungsurlaub für pflegende Angehörige: „Pflege und Beruf – Stress verringern mit Wissen und Entspannungstraining“, der Ende Januar 2020 durchgeführt werden soll. Neu im Programm ist zum Beispiel aber auch ein Kurs „Selbstverteidigung von und für Menschen mit und ohne Handicap“.

Das Zusammenleben wird nicht zuletzt durch den Erwerb von Sprachen gefördert, sei es bei Deutsch als Fremdsprache oder bei den Fremdsprachen. Hier wird das Koreanische eingeführt und wie schon länger im Programm gibt es wieder Vorträge in Fremdsprachen, in italienischer Sprache wird die Aula der Universität vorgestellt und in spanischer Sprache wird über den Einfluss der Araber auf Spanien referiert.
Und in allen Programmbereichen wird weiterhin daran gearbeitet, den Zugang zu den Angeboten der vhs weiteren Bevölkerungsgruppen zu öffnen, die die Einrichtung oft noch nicht wahrnehmen, sei es durch inklusive Kurse in der Kultur und Gesundheitsbildung, sei es durch barrierefreie Zugänge in den neuen Unterrichtsräumen in der Temmlerstraße 3 oder durch barrierefreie Sprachprüfungen, um einige Beispiele zu nennen. Weitere Angebote finden Sie im Programm.
Sie sehen, die Volkshochschule hat ein breites Angebot. Das Programm ist und bleibt dabei umfangreich, vielfältig, anregend und bildend. Und wenn es Ihnen nicht reicht: Sie können jederzeit Wünsche an die vhs senden. Wir arbeiten zusammen daran, das Programm noch besser zu machen.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und hoffe, dass Sie auch für sich den richtigen Kurs finden. Und empfehlen Sie uns weiter.
Ihre

Stadträtin Kirsten Dinnebier


P.S.: Im nächsten Jahr werden wir 100 und feiern dies am 9. Mai 2020.